sa. 30.11.2013 You Are So Kunst 2013

Halle 14 (Nördliche Uferstr. 14) – 19h

YOU ARE SO KUNST 2013 – Experimentelles Pop-Festival im Rheinhafen!

Line-up:

ORCHESTRA OF SPHERES
LES TRUCS
XENIA RUBINOS
BEISSPONY
THE VISIT
WALLS & BIRDS

orchestra of spheres

Mit ihrem wilden Mix aus Kuduro, psychedlischen Elementen und einer gewissen Erdung im Post-Punk/No Wave, hat sich das ORCHESTRA in seiner Heimat Neuseeland, wie auch in Australien und Grossbritannien, einen Ruf als geniale Live-Band erspielt. Neben aufwändig selbstgestalteten Kostümen, die sich zitatenreich durch die westliche Pop-Kultur wie auch die neuseeländische Folklore samplen, tritt das mehrköpfige Orchester mit einer Vielzahl von Perkussions-Instrumenten und elektronischen Kästchen auf. Man kann sich vorstellen: It´s getting wild!

les trucs

„Das elektronische Mensch-Ding-Orchester Les Trucs, bestehend aus Charlotte Simon und Zink Tonsur sowie verschiedenen elektronischen Gerätschaften, hat ein Musical über Arbeitsverhältnisse, die Flexibilisierung des Selbst und die Beziehungen von Menschen zu Dingen gemacht. Sie interessieren sich für die Schnittstellen von Musik, Politik, Performance und Kunst und wollen Grenzen überschreiten.“ (Jonas Engelmann in Jungle World Nr. 49, 2012)
So dekonstruieren sie nicht nur gängige Song-Schemata, sondern auch die klassische Konzertsituation, indem sie in der Mitte des Raumes spielen. In der Vergangenheit wurde das Konzeptkunst-Duo immer wieder in das Korsett des 8Bit/Elektro-Punk gezwängt, doch Les Trucs entziehen sich einer dezidierten Kategorisierung, sind vielmehr ihre eigene Referenz. Die „untoten Auswüchse des Pop“ (ebd.) sehen eine Notwendigkeit in der emanzipativen Kraft dessen.

xenia rubinos

Magic Trix , das Debut Album des Brooklyner Dynamit-Energie-Bündels Xenia Rubinos lässt beim Hörer von der ersten Sekunde an keinen Zweifel aufkommen! Der scharfe Keyboard-Sound, der aggressiv-ghettohafte Sprechgesang und der extrem tanzbare Rhythmus aktivieren das Herz-Kreislauf-System vom ersten Takt an. Ähnlich kennt man das aus südamerikanischen Großstadtvororten – der Musik haftet stets etwas Verruchtes, etwas Gefährliches, etwas, ja, Ghettohaftes an. Dass oft, hinter dieser beabsichtigten Wirkung auf westliche (meist weiße) Großstadtjugendliche und Jungerwachsene, eine musikalische und auch sozikulturelle Emanzipation und Reaktion auf politische & gesellschaftliche Umstände steht, wird dabei gern vergessen oder um-codiert. Xenia Rubino, kubanisch-puertoricanische Wurzeln, muss aber gar nicht vorgeben etwas zu sein, was sie nicht ist. Der ungewöhnliche, 80er-Powerhouse-hafte Gesang Xenia Rubinos und das komplett gitarrenlose Songwriting des gleichnamigen Dous Xenia Rubino ist auch viel zu intelligent dafür. Da folgt politischen Statements eine extrovertierte Selbstreflexion übers Alleinsein, der Beatbox ein Funkbass und dann sirenenhafter Gesang. „You know it really, really takes a long, long time/ To understand what’s going on around you/ To grow and change.“, sprech-singt die junge Frau und man sieht ihr dabei an, was sie meint. Marco Buccelli, ihr kongenialer Widerpart am Schlagzeug, arrangiert seine synkopischen Rhythmen um diese Anklagen, Stoßgebete, Liebeslyrik und Großstadtslangs herum, das unsereins hier Hören und Sehen vergeht.

beißpony

Das Beißpony gibt es wirklich. Es ist links rosa, rechts blau, hat ein Horn und eine schwarze Mähne und einen Bauch voller zerquetschter Spielzeugautos, vor allem aber hat es rasiermesserscharfe, haifischartige, ungesund gelbe Zähne, denen es seinen Namen verdankt. Geboren wurde es im Jahr 2006, als mit Steffi und Laura eine Songwriterin und eine Textilkünstlerin aufeinandertrafen und spontan beschlossen gemeinsam Musik zu machen: Die eine benähte einen Mantel, die andere revanchierte sich mit einer Cd und das Beißpony-Experiment war geboren: Halb Band, halb Performance-Duo. Halb Geschichten, halb Geräusche. Halb charmant, halb dilletantisch. Halb Songwriting, halb Improvisation.
Ein Drittel Piano, ein Drittel umgebautes Schlagzeug und ein Drittel singende Nähmaschinen, sprechende Röcke, klappernde Regenschirme, lärmende Spielzeugpistolen, ratternde Schreibmaschinen und ein Geräuschorchester aus der Spielzeugkonserve. Fragt man das Beißpony nach seiner inzwischen fünfjährigen Lebensgeschichte, glühen seine Augen rot auf und es berichtet von Konzerten in Italien, Österreich und Deutschland, von Festivals und Kunstgallerien, Seifenblasen, Luftballons und Flaschenpostbotschaften an das Publikum, spontanen Modeperformances und Zombietänzen, Ladyfesten und dem Traum einmal auf einem Tretboot zu Wasser zu spielen. Zu Hause fühlt es sich aber immer noch in der d.i.y.-Kulturstation Kafe Kult.

the visit

The Visit ist ein Mix aus düsteren Synthie-Chorälen und rythmischer Trance-Musik.
Die Besetzung aus Gesang, Drums, E-Gitarre und Synthesizer spielt mit catchy Popfragmenten und Einflüssen elektronischer Soundästhetik.

walls & birds

Comic-Pop aus Karlsruhe


2 Antworten auf “sa. 30.11.2013 You Are So Kunst 2013”


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