Archiv für Februar 2009

28.02.2009 future islands + mongolians revival band – kohi, ka

future islands

Wie klangen eigentlich die 80er? Ich meine, in dem Maße, wie mit dieser Referenz um sich geworfen wird, sollte es doch wohl eine klare Antwort geben. Irgendwelche Vorschläge? Ich mache mal einen: Ein wenig blechern, ja, leicht schrottig muss der Sound schon sein, wenn man sich das beliebte Markenzeichen verdienen will. Der Synthie-Garagerock der Future Islands aus Baltimore (erst Spank Rock und dann das hier, was ist in dieser Stadt nur los?!) erfüllt diese Bedingung mit Bravour. Wer sagt, dass es keine Zeitmaschinen gibt? Die Synthesizer-Hooks auf „Wave Like Home“ sind definitiv welche. Auch der nackt vorpreschende Bass katapultiert einen direkt um 25 Jahre in die Vergangenheit. Als Krönung kommt natürlich noch Samuel Herrings atemloser Gesang hinzu, der immer wieder an Billy Idol, Sisters Of Mercys Andrew Eldritch und andere verzweifelte Elvis-Epigonen erinnert, ohne dabei auch nur ein einziges Mal wie eine Kopie zu klingen. Die eigentliche Qualität der Band liegt nämlich darin, an allen Referenzen haarscharf vorbeizurasen und gleichzeitig einen herrlich mitreißenden Eskapismus-Sound zu kreieren, in dem man jeglichen Halt verlieren darf. Auch das eine Komponente des letzten Jahrzehnts, in dem man stylemäßig noch komplett unterinformiert sein konnte. (Intro)

future islands hp
future islands myspace

mongolians revival band

garage no-fi r`n`b aus karlsruhe (mit leuten von winterjs, yes, yesss, seiltänzertrauma…)

kohi (am werderplatz) – 20h – spasss